Wenn Du wüßtest

Im Folgenden findet ihr ein Gedicht von einer Angehörigen. Sie hat versprochen, in Zukunft noch weitere Texte für diese Seite zu schreiben, also nenne ich sie einfach „Elfenflügel“ …:

“ Wenn Du wüßtest

Wenn Du wüßtest wie gerne ich wieder mit Dir lachen würde – aber wir können es gerade nicht.

Wenn Du wüßtest, wie sehr ich Deine Nähe, Deine Wärme vermisse – aber ich kann es Dir nicht sagen.

Wenn Du wüßtest, wieviel Sorgen ich mir um Dich mache, wenn Du ins Auto steigst und down bist – aber ich kann es Dir nicht sagen, weil ich Dich mich bemuttern will, nicht einengen.

Wenn Du wüßtest, wie gerne ich jetzt mit Dir Sex hätte – aber ich kann es Dir nicht sagen, weil ich Dich nicht überfordern will.

Wenn Du wüßtest, wie einfach wir beide es eigentlich hätten – aber das haben wir nicht … Das läßt Deine Krankheit nicht zu …

Wenn Du wüßtest, wie traurig mich das alles macht … Und wie glücklich DU mich machst … „

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Ein Kommentar zu “Wenn Du wüßtest

  1. mauerdurchbruch 23. September 2013 um 11:44 Reply

    Hat dies auf mauerdurchbruch rebloggt und kommentierte:
    Beim Lesen des Textes läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter. Nach einem katastrophalen Wochenende samt sehr heftigem Depressionsschub und nachdem ich glücklicherweise noch unter den Lebenden bin, komme ich mehr und mehr dahin, was meine Lieblingsfrau mit mir durchmachen musste. Ich komme langsam herunter und will die Depression nicht mehr gewinnen lassen. Es ist ein unerträglicher Zustand.
    Kommt ein solcher Schub, falle ich in dieses Loch, so will ich in diesem Moment nicht mehr leben. Es ist unerträglich, ja. Ich brauche mein Umfeld. Ich brauche meine Lieblingsfrau. Es geht so nicht weiter. So kann es nicht weiter gehen. Ich habe alles verstanden und eingesehen, aber die Depression und das, was sie ausgelöst hat, ist gerade zu präsent.
    Aber ich bin noch hier, ich atme aus und atme ein. Ich möchte nicht fortgehen, ich möchte die Krankheit nicht gewinnen lassen. Ich möchte mich am Guten festhalten. Ich versuche es.. Tag für Tag. Aber wie kann eine Frau einen schwerdepressiven lieben? Jemanden, der an einem Trauma leidet und sich selbst verloren hat? Das fragte ich mich über Monate.. heute weiß ich, dass ihre Liebe echt war. Und ich hoffe, dass irgendwo noch etwas von ihr übrig ist.

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